Fußball-WM 2026

Zweiunddreißig bleiben übrig: Die erste WM mit 48 Mannschaften erreicht die K.-o.-Phase

Bei der ersten WM mit 48 Mannschaften purzeln die Zuschauerrekorde, die Kapverden schreiben Geschichte – und die drei Nachbarn Luxemburgs ziehen allesamt als Gruppensieger weiter.

Von Marc Weber · · 4 Min. Lesezeit

Ausverkauftes WM-Stadion 2026 mit blau-türkiser Bandenwerbung des Turniers und voll besetzten Rängen
Volle Ränge bei der ersten WM mit 48 Mannschaften: Das Turnier hat neue Zuschauerrekorde aufgestellt. Illustrative Darstellung, mit KI erzeugt. Illustration: KI-generiert — Status

Es ist die größte Weltmeisterschaft, die je ausgetragen wurde – und seit dem 28. Juni geht es um alles. Mit dem Sechzehntelfinale, einer in dieser Form völlig neuen K.-o.-Runde, hat das Turnier in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko seine entscheidende Phase erreicht. Schon vor dem ersten Ausscheidungsspiel hat die erste WM mit 48 Mannschaften die Zuschauerrekorde des Wettbewerbs neu geschrieben und einen Inselstaat mit rund 525.000 Einwohnern unter die letzten 32 getragen.

Die Gruppenphase vom 11. bis 27. Juni hat das Feld von 48 auf 32 Teams verkleinert. Die beiden Bestplatzierten jeder der zwölf Gruppen kamen direkt weiter, dazu die acht besten Gruppendritten – zwei Drittel aller Teilnehmer überstanden also die Vorrunde. Von nun an wird bis zur Entscheidung gespielt: 90 Minuten, dann 30 Minuten Verlängerung, notfalls Elfmeterschießen.

Mehr Teams, mehr Spiele, eine neue Runde

Die Auflage 2026 ist die erste, die von 32 auf 48 Mannschaften aufgestockt wurde – eine von der FIFA beschlossene Reform, die ihr Aushängeschild global breiter aufstellen soll. Das Format erhöht die Zahl der Partien von 64 auf 104 und schiebt das Sechzehntelfinale ein, eine Stufe, die es bei früheren Turnieren nicht gab: Damals ging es direkt aus den Gruppen ins Achtelfinale. Gastgeber sind elf US-amerikanische, drei mexikanische und zwei kanadische Städte; das Endspiel steigt am 19. Juli im MetLife Stadium in East Rutherford im US-Bundesstaat New Jersey.

Alle drei Ausrichter erreichten die K.-o.-Phase: Mexiko und die USA gewannen ihre Gruppen, Kanada zog als Gruppenzweiter weiter. Den Auftakt im Sechzehntelfinale bestreitet Südafrika, erstmals unter den letzten 32, gegen Kanada.

Rekorde auf und neben dem Platz

Die Dimension des Turniers zeigt sich vor allem auf den Rängen. Am 25. Juni übersprang die kumulierte Zuschauerzahl die Marke von 3.605.357 – und übertraf damit die 3.587.538, die bei der ebenfalls in den USA ausgetragenen WM 1994 aufgestellt worden waren und 32 Jahre lang Bestand hatten. Der Rekord fiel während des 2:1-Gruppensiegs Ecuadors gegen Deutschland im MetLife Stadium, und das bei Dutzenden noch ausstehenden Partien. Bereits zuvor hatte die FIFA für den 16. Juni mit 281.223 Fans an einem einzigen Tag, verteilt auf vier Gruppenspiele, einen Tagesrekord vermeldet.

„Wow! 281.223 Fans heute in den Stadien der FIFA-Weltmeisterschaft – der bestbesuchte Tag in der Geschichte des Wettbewerbs!“

Das schrieb FIFA-Präsident Gianni Infantino. Der Sieg Ecuadors war zugleich eines der bemerkenswertesten Ergebnisse der Vorrunde. Leroy Sané brachte Deutschland früh in Führung, ehe Nilson Angulo ausglich und Gonzalo Plata 13 Minuten vor dem Ende den Siegtreffer erzielte – damit zog Ecuador als Gruppendritter weiter, zum ersten Mal seit 2006 in eine K.-o.-Runde. Deutschland, an diesem Abend geschlagen, wurde dennoch Gruppenerster.

Kap Verde stellt einen Weltrekord auf

Keine Geschichte verkörpert das Versprechen des erweiterten Formats so sehr wie die der Kapverden. Der Atlantik-Archipel, erstmals bei einer WM dabei, ist das bevölkerungsärmste Land, das je das Achtelfinale – hier das Sechzehntelfinale – einer Männer-Weltmeisterschaft erreicht hat. Mit rund 525.000 Einwohnern – weniger als jeder US-Bundesstaat – beendeten die Insulaner ihre Gruppe ungeschlagen auf Platz zwei: ein torloses Remis gegen Mitfavorit Spanien, ein 2:2 gegen Uruguay und ein 0:0 gegen Saudi-Arabien.

Torhüter Vozinha fand nach der Qualifikation deutliche Worte: „In unserer Nationalmannschaft steckt viel Qualität. Vielleicht denken viele von Ihnen, der kapverdische Spieler sei nicht gut genug. Aber wir sind hierhergekommen, um zu zeigen, dass wir viel Qualität haben.“ Die Belohnung ist ein Duell mit Titelverteidiger Argentinien am 3. Juli in Miami Gardens, Florida. Trainer Bubista gab sich trotzig: „Wir sind klein … Aber wir haben ein großes Herz und wir sind Kämpfer.“

Die letzten 32 – mit Großregion-Beigeschmack

Für das luxemburgische Publikum, dessen Nationalmannschaft sich nie für eine WM qualifizieren konnte, liegt ein Großteil des Reizes bei den Nachbarn des Großherzogtums, die ihre Gruppen allesamt gewannen. Die 32 Teams der K.-o.-Phase im Überblick:

  • Gruppensieger: Mexiko, die Schweiz, Brasilien, die USA, Deutschland, die Niederlande, Belgien, Spanien, Frankreich, Argentinien, Kolumbien und England.
  • Gruppenzweite: Südafrika, Kanada, Marokko, Australien, die Elfenbeinküste, Japan, Ägypten, Kap Verde, Norwegen, Österreich, Portugal und Kroatien.
  • Beste Gruppendritte: Bosnien und Herzegowina, Paraguay, Ecuador, Schweden, Senegal, Algerien, Ghana und die DR Kongo.

Die Runde hält sofort schwere Brocken bereit, darunter Portugal gegen Kroatien in Toronto und die USA gegen Bosnien und Herzegowina in Santa Clara, ehe Argentinien gegen Kap Verde am 3. Juli den Schlusspunkt setzt. Mit Deutschland, Frankreich und Belgien als Gruppensiegern und 16 bereits ausgeschiedenen Nationen tritt die erste 48er-WM nun in jene Phase ein, die auch den Gelegenheitszuschauer fesselt: einzelne Partien, keine zweite Chance – bis zum Finale am 19. Juli im MetLife Stadium.

Häufig gefragt

Warum spielen 2026 erstmals 48 Mannschaften bei der WM?
Die FIFA hat das Teilnehmerfeld von 32 auf 48 Teams aufgestockt, um ihr wichtigstes Turnier global breiter aufzustellen. Dadurch steigt die Zahl der Partien von 64 auf 104, und es kommt mit dem Sechzehntelfinale eine zusätzliche K.-o.-Runde hinzu.
Wie kommt man bei der WM 2026 in die K.-o.-Phase?
Aus jeder der zwölf Gruppen ziehen die beiden Bestplatzierten weiter, dazu die acht besten Gruppendritten. So erreichen 32 der 48 Mannschaften – zwei Drittel des Feldes – das neue Sechzehntelfinale.
Welche Nachbarn Luxemburgs sind noch im Turnier?
Deutschland, Frankreich und Belgien haben sich allesamt als Gruppensieger für die K.-o.-Phase qualifiziert. Luxemburg selbst hat sich noch nie für eine Weltmeisterschaft qualifiziert.
Warum sorgt Kap Verde für Aufsehen?
Kap Verde steht erstmals bei einer WM und ist mit rund 525.000 Einwohnern das bevölkerungsärmste Land, das je das Sechzehntelfinale einer Männer-WM erreicht hat. Die Insulaner blieben in der Gruppe ungeschlagen und treffen am 3. Juli auf Titelverteidiger Argentinien.
Quellen(12)
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  3. 3Which teams have qualified for last 32 of the 2026 World Cup?NBC Sports · nbcsports.com
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  5. 5Cape Verde become smallest country to make World Cup knockoutsESPN · espn.com
  6. 6Ecuador shock Germany, seal spot in World Cup knockout stageESPN · espn.com
  7. 7Ecuador v Germany 2-1 | Result, Stats & HighlightsFIFA · fifa.com
  8. 8FIFA World Cup 2026 sets new daily attendance recordFIFA · inside.fifa.com
  9. 9Plata's late winner sends Ecuador to Round of 32 in 2-1 triumph over GermanyamNewYork · amny.com
  10. 10FIFA World Cup 2026 breaks all-time attendance record with 3,605,357 spectatorsWION · wionews.com
  11. 113.6 million soccer fans have attended this year's World Cup matches, setting a recordNBC News · nbcnews.com
  12. 12Saudi Arabia exits World Cup as Cape Verde makes historySaudi Gazette · saudigazette.com.sa

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